Was haben die erfolgreiche Absolvierung einer Kur und die oft geforderte Verwaltungsreform im Staate Österreich gemeinsam? Nicht viel, möchte man meinen. Möchte man! Wenn man sich beides näher betrachtet, mehr als man denkt.
Wie die meisten wissen dürften, habe ich eine echte Mammutkur hinter mir. Seit mittlerweile 20 Wochen kasteie ich mich mehr oder minder. Zunächst mehr. Denn 12 Wochen davon habe ich mich ausschließlich flüssig mittels Eiweiß-Shakes ernährt. Zur Belohnung darf ich nun seit 8 Wochen wieder etwas essen. Das „etwas“ ist allerdings mehr als bescheiden. Ich, der ich früher mühelos ein 750 gr. Steak, oder 20 Käsnudeln verdrücken konnte, bescheide mich nun mit 100 gr. Steaks, die mir so winzig vorkommen, dass ich sie früher eher unter Kochabfall denn unter Nahrungsmittel eingeordnet hätte. Drei Käsnudel sind auch nicht abendfüllend, genau so wenig wie die drei mikrodünnen Scheibchen Jerome-Käse, oder die immerhin acht Kirschen. Obwohl der Weg steinig war und ist, ist er doch von Erfolg gekrönt. 38 Kilo weniger, das kann etwas! Wer sich davon überzeigen will, der möge die Fotos auf dieser Site betrachten. Wenn es nach mir geht, sollen es sogar 40, vielleicht sogar 41 Kilo weniger werden. Wie auch immer, ich biege allmählich auf die Zielgerade ein. Selbst wenn ich kein Gramm mehr abnehmen sollte, ich habe es geschafft.
Neben einem neuen Körpergefühl ist mir übrigens die Bewunderung meiner Umwelt gewiss. Mir eher fremde Menschen klopfen mir auf die Schulter, und loben mich, dass es mir manchmal schon peinlich ist. „Ich könnte das nie!“, ist der wohl meistgehörte Satz den ich in den letzten Wochen zu hören bekam. Dabei kam mir das Abnehmen gar nicht so arg vor. Dann und wann erinnere ich mich aber an einen Zeitgenossen, der mir das Abnehmen in regelmäßigen Abständen vermieste: den inneren Schweinehund. Der versteckt sich in ganz unterschiedlichen Gestalten. Einmal kommt er als „ich kann auf Schokolade unmöglich verzichten“ daher, ein anderes Mal unter „wenn ich nicht meine Mailänder-Salami bekomme werde ich ungenießbar“. Ich sage Euch, auf alles kann man verzichten, wenn man nur will. Und: lieber ein paarmal „Nein“ zu Schokolade und Co., dafür aber länger auf Erden mit seinen Lieben.
Und was hat das mit der Verwaltungsreform zu tun? Auch dort ist es höchste Zeit sich vom inneren Schweinehund endlich zu verabschieden. „Hauptsache wir gewinnen die nächste Wahl“, „das kann ich unserer Klientel nicht zumuten“, „das ist ein gefundenes Fressen für die Opposition“, „Hauptsache unserem Bundesland geht es gut“ und „da kann ja jeder kommen“ sind die Schokolade, das 750 gr. Steak und die Käsnudeln der Politik. Es ist endlich Zeit für Schonkost und Gemüse, für Obst und weniger Fett. Denn wenn wir nicht bald die Reißleine ziehen und uns besinnen, wird es ein bitteres Erwachen geben.
Und wie soll das gelingen? Ganz einfach: Unsere Politiker sollten nicht das oft strapazierte „Yes, we can“ zitieren, sondern „Yes, I can“. Denn das ist das wahre Gift das den inneren Schweinehund vertreibt.
ich bin ganz derselben Meinung mit dem “inneren Schweinehund” aber bitte welcher unserer Politiker kann diesen überwinden und vorallem wie ? Ich wüßte keinen , von welcher Coleur auch immer.