Beeindruckende Demonstration gegen Christenverfolgung in Graz

Schweigemarsch gegen Christenverfolgung 2015 (@Markus Simmerstatter)Rund 500 Menschen nahmen am 23. April am „Schweigemarsch gegen Christenverfolgung“ durch die Grazer Altstadt teil und erinnerten damit daran, dass das Christentum die meist verfolgte Religion der Welt ist.

Der heurige Schweigemarsch war nicht nur der bisher größte, er war auch sicher der bunteste. Das lag daran, dass dieses Mal sehr viele Armenier mitgingen, um an den Genozid an ihrem Volk von 1915 zu erinnern. Die vielen armenischen Fahnen, dazu die Couleurs der  Teilnehmer aus den katholischen Studentenverbänden ergaben ein besonders buntes Bild.

Christenverfolgung ist nichts, dass nur auf die Vergangenheit beschränkt ist. Rund 100 Millionen Christen werden jedes Jahr wegen ihres Glaubens diskriminiert, misshandelt, gefoltert, vergewaltigt, eingesperrt, mit dem Tod bedroht oder umgebracht. Das überkonfessionelle Hilfswerk „Open doors“ veröffentlicht jedes Jahr einen Weltverfolgungsindex. Nach der aktuellen Ausgabe von 2015 ist die Situation in Nordkorea am schlimmsten. Dort reicht schon der Besitz einer Bibel aus um hingerichtet zu werden, oder in einem Gulag zu verschwinden. Dahinter folgen Somalia, der Irak, Syrien, Afghanistan, der Sudan, Iran, Pakistan, Eritrea und Nigeria. Durch die Verbrechen des IS, von Boko Haram, und anderen Terrororganisationen rückte das Thema zuletzt wieder mehr ins Bewusstsein.

Dementsprechend viele Teilnehmer gab es daher beim bereits vierten Schweigemarsch gegen Christenverfolgung in Graz. Was mit wenigen Teilnehmern 2012 begann, hat sich mittlerweile zu einer ansehnlichen Kundgebung entwickelt. Auch heuer gingen wieder einige bekannte Persönlichkeiten mit. Unter anderen sah man den Superintendent der evangelischen Kirche in der Steiermark, Hermann Miklas, Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz, Domkapitular Bernhard Körner, Künstlerpfarrer Hermann Glettler, Armenpfarrer Wolfgang Pucher, den steirischen CV-Vorsitzenden Gerhard Leitinger sowie MKV-Steiermark Vorsitzenden Udo Eiselt. Elmar Kuhn von CSI (Christian Solidarity International) mahnte  in seiner Rede am Hauptplatz, nicht auf Rache aus zu sein. „Beten wir lieber für die Verfolger, dass sie ihr schlechtes Tun erkennen und einstellen. Damit alle Religionen in Frieden miteinander leben können.“

Seinen Abschluss fand der Schweigemarsch mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Franziskanerkirche.

Steirischer CV gratuliert dem neuen Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl

Gerhard Leitinger (@Hermann Burgstaller)„Wir freuen uns, dass das lange Warten auf einen neuen Bischof nun eine Ende hat und  eine Entscheidung gefallen ist, noch dazu eine sehr gute“, betont der Vorsitzende des steirischen CV Gerhard Leitinger. „Wir gratulieren Wilhelm Krautwaschl zur Wahl und hoffen, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Diözese und CV auch in Zukunft anhält.“

Mit großer Freude hat der steirische Cartellverband (CV) die Wahl von Wilhelm Krautwaschl zum neuen Bischof von Graz-Seckau aufgenommen. „Das Warten und Spekulieren, wer neuer Bischof wird, hat ein Ende gefunden. Wir begrüßen die Wahl Wilhelm Krautwaschls sehr. Viele unserer Cartellbrüder hatten mit ihm schon in der Vergangenheit Kontakt und haben mit ihm fruchtbringend zusammengearbeitet“, erklärte CV-Vorsitzender Gerhard Leitinger in einer ersten Reaktion. „Mit seiner Bestellung ist der Weg der guten Bischofsernennungen nach Feldkirch und Salzburg nun auch in Graz fortgesetzt worden.“

Vom neuen Grazer Ordinarius erwartet sich der steirische CV, dass er den eingeschlagenen Weg von Papst Franziskus konsequent mitgeht. „Die Richtung die Papst Franziskus vorgibt ist die richtige. Jetzt gilt es diesen Prozess in die Ortskirchen zu bringen. Wir werden Bischof Krautwaschl dabei sehr gerne unterstützen“, erklärte Gerhard Leitinger.

Im steirischen CV sind acht katholische Hochschulverbindungen mit insgesamt rund 2000 Mitgliedern vertreten. Sechs Verbindungen (Carolina, Traungau, Babenberg, Albertina, Erasmus und Europa-Kopernika) haben ihren Sitz in Graz, zwei (Glückauf und Kristall) in Leoben.

Neuer Vorsitzender im steirischen CV

Gerhard Leitinger (@Hermann Burgstaller)Der Steirische Cartellverband (CV) hat seit 23. März einen neuen Vorsitzenden. Nach zwei Amtsperioden übergab Rechtsanwalt Arno Lerchbaumer (47) den Vorsitz an den Grazer Hautarzt Gerhard Leitinger (53).

Der neue Vorsitzende bedankte sich nach seiner einstimmigen Wahl bei seinem Vorgänger Arno Lerchbaumer „für die herausragende Arbeit, die er in den sechs Jahren als Vorsitzender des steirischen CV geleistet hat. Es waren sechs sehr gute Jahre.“

Tatsächlich hat sich in den letzten sechs Jahren viel im steirischen CV getan. 2009 und 2011 wurden in Graz zwei neue Verbindungen (Erasmus bzw. Europa-Kopernika) gegründet. 2008/09 und 2011/12 stellten mit Carolina (Graz) bzw. Glückauf (Leoben) zwei steirische Verbindungen den Vororts-Präsidenten des ÖCV. Dazu kam, dass zwei weitere Verbindungen für 2013/14 bzw. für 2015/16 für den ÖCV-Vorort kandidierten. „Zwei neue Verbindungen und vier Vorort-Kandidaturen in den letzten sechs Jahren sind eine beeindruckende Bilanz, die zeigt wie gut der steirische CV aufgestellt ist“, lobte Gerhard Leitinger die sechsjährige Amtszeit seines Vorgängers.

Als ein Ziel für seine eigene Amtszeit möchte Gerhard Leitinger die steirischen CVer motivieren, sich noch mehr in die Gesellschaft einzubringen: „Schon jetzt engagieren sich viele CVer in allen möglichen Bereichen der Gesellschaft. Wir haben ein enormes Potential an guten Leuten, die noch viel mehr zum Gedeihen von Kirche, Staat, Universität etc. beitragen können.“

Steirischer CV äußert sich zum Rückzug von Diözesanbischof Egon Kapellari

Nach der Bekanntgabe des Rückzugs von Diözesanbischof Egon Kapellari bedankt sich der steirische CV bei seinem Cartellbruder für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit als Bischof in Kärnten und der Steiermark und für die gute Zusammenarbeit.

Mit großem Erstaunen hat man im steirischen CV auf den Rückzug von Egon Kapellari als Diözesanbischof und die Ankündigung eines zu wählenden Administrators reagiert. „Wir nehmen diese Entscheidung natürlich zur Kenntnis und haben großes Verständnis dafür, dass unser Cartellbruder Egon Kapellari die Leitung der Diözese nach so vielen Jahren abgeben will“, erklärte CV-Vorsitzender Arno Lerchbaumer in einer ersten Reaktion.

Lerchbaumer streute dem scheidenden Bischof Egon Kapellari, der seit 1996 Ehrenmitglied der Klagenfurter CV-Verbindung Carinthia ist, zum Abschied Rosen. „Der Steirische, und davor auch der Kärntner CV, hat bei Bischof Kapellari immer ein offenes Ohr für seine Anliegen gefunden. Dafür bedanken wir uns sehr. Das ist nicht selbstverständlich“, betonte Lerchbaumer. Und weiter: „Egon Kapellari hat in den beiden Diözesen, die er geleitet hat, aber auch in den Aufgabengebieten die er im Auftrag der Bischofskonferenz übernommen, sichtbare Spuren hinterlassen. Wir wünschen unserem Cartellbruder Egon Kapellari für den nun  kommenden Lebensabschnitt alles Gute und Gottes Segen.“

Im steirischen CV sind acht katholische Hochschulverbindungen mit insgesamt rund 2100 Mitgliedern vertreten. Sechs Verbindungen (Carolina, Traungau, Babenberg, Albertina, Erasmus und Europa-Kopernika) haben ihren Sitz in Graz, zwei (Glückauf und Kristall) in Leoben.

Steirischer CV verurteilt Ausschreitungen bei Grazer Akademikerball-Demo

Der Vorsitzende des steirischen Cartellverband (CV), Arno Lerchbaumer, mahnt: „Gewalt darf nie ein Mittel politischen Diskurses sein.“

Wie sich ÖH, Grüne, Kommunisten und andere Gruppen eine friedliche Demonstration vorstellen, davon konnte man sich am 17. Jänner in Graz überzeugen. Nachdem der Protestzug gegen den von schlagenden Burschenschaften und Corps veranstalteten Akademikerball friedlich begonnen hatte, geriet die Demonstration mit der Zeit völlig außer Kontrolle.

Indirekt waren von der Akademikerball-Demonstration auch katholische Verbindungen betroffen. Denn zeitgleich mit dem Akademikerball feierte die katholische Mittelschul-Mädchenverbindung „Hesperia“ ihr 10. Stiftungsfest. Auf dem Weg von ihrer Veranstaltung im Heimatsaal zum Ausklang im Palais Attems wurden deren Gäste  von einem größeren Polizeiaufgebot geleitet.

„Gewalt ist grundsätzlich abzulehnen. Gerade  von jenen, die Friede und Toleranz besonders groß schreiben, kann man erwarten, dass gerade sie auf Gewalt verzichten“, erklärt der Vorsitzende des steirischen Cartellverbandes, Rechtsanwalt Arno Lerchbaumer. „Es ist natürlich jedermanns Recht, wogegen auch immer, zu demonstrieren. Aber Demonstrationen dürfen nie in Gewalt ausarten“, sagt Lerchbaumer.

„In Paris gelingt es über einer Million Menschen friedlich zu demonstrieren. In Graz gerät eine Demonstration von einigen hundert aus dem Ruder, kreisen Hubschrauber über der Stadt und müssen Leute, die Bälle und andere Veranstaltungen besuchen, von der Polizei geschützt werden“, erklärt der steirische CV-Vorsitzende.

„Ich erwarte mir, dass sich die ÖH-Führung und die Mutterparteien jener Gruppen die zur Demonstration aufgerufen haben, sich dazu äußern und ihre Leute zur Räson bringen. Gewalt darf nie Mittel des politischen Diskurses sein.“

Jubiläum: 50. “Alternative” in A3

Alternative HeaderEin goldenes Jubiläum feiert die Alternative. Das Magazin des Altherrenlandesbund Steiermark erscheint zum 50. Mal in A3. 

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen! Schließlich feiert man nur einmal Geburtstag. Bei der “Alternative” könnte man den allerdings gleich mehrfach feiern. Denn das Magazin erscheint zwar im Oktober zum 50. Mal in A3, ist aber wesentlich älter. Die Alternative erblickte am 10. April 1995 das Licht der Welt, wird also in einem halben Jahr 20 Jahre alt. Das wäre  dann Jubiläum Nummer zwei. Gegründet wurde sie übrigens auf Anregung des damaligen Altherrenlandesbund (AHLB)-Vorsitzenden Richard Ott. Ihr Mentor und erster Chefredakteur war Andreas Zakostelsky. Ihm sollten bis heute fünf weitere Chefredakteure folgen.

Für Medienhistoriker ist die Alternative übrigens eine harte Nuss. Denn es lässt sich, trotz relativ gut vorhandener Archivlage, nicht mit Bestimmtheit sagen, wie viele Ausgaben es seit der Gründung 1995 gab. Vor allem die Jahre bis 2000 bereiten Schwierigkeiten. Sicher ist, dass zwischen der Gründung der Alternative 1995 und der Neuwahl im AHLB im November 2000 16 Ausgaben erschienen sind. Zu denen kommen mindestens zehn weitere dazu. Warum das so ungenau ist? Weil die Alternative in ihren Anfangsjahren immer wieder auch als Einladungs-Plattform verwendet wurde. Da sich bestimmte Nummern der Alternative erhalten haben und dazwischen immer wieder Nummern fehlen, kann man die tatsächliche Anzahl der Nummern nur schätzen. Auch wenn jetzt die 50. Ausgaben in A3 erschienen ist, sind seit 2000 dennoch insgesamt 80 Ausgaben erschienen. Das wäre dann Jubiläum Nummer drei. Denn die Alternative war immer wieder auch Trägermedium für andere Publikationen. Ein Grund warum das gemacht wurde war der, dass man sich dadurch erhoffte, gelegentlich eine reguläre Ausgabe „zu ersparen“. Tatsächlich kam das aber kein einziges Mal vor. Im Gegenteil. Zu den vier fixen Nummern kamen weitere hinzu.

Bleiben wir aber bei der A3-Jubilarin. Seit der ersten „großen“ Nummer im Jahr 2002 sind 258 Seiten in A3 erschienen. Elf Mal gab es eine acht Seiten starke Alternative, bisher sieben Ausgaben mit sechs Seiten und 32 Nummern mit vier Seiten Umfang. Berichtet wurde über alles, was den AHLB, den GCV, LCV, oder befreundete Verbindungen und Verbände interessieren könnte. Mit zwei Ausnahmen: Es wurde noch nie ein Nachruf veröffentlicht und auch keine Listen mit Ehrungen, Karrieresprüngen und Geburtstagen. „Beides spare ich ganz bewusst aus“, erklärt Chefredakteur Markus Simmerstatter. „Nicht weil ich die Verstorbenen nicht schätzen würde, ich will mit derer Würdigung nicht den Verbindungen ins Gehege kommen“, erklärt er. Zu den Ehrungen bemerkt der Chefredakteur: „Darüber wird im Einzelfall natürlich berichtet. Wenn, dann aber immer redaktionell und nicht tabellarisch wie in anderen vergleichbaren Zeitungen.“

Ein wichtiger Baustein der Zeitung ist neben der Redaktion natürlich das Layout. Mit den Jahren kümmerten sich mehrere Layouter um „Die Alternative“. Gerhard Schloffer entwickelte das A3 Grund-Layout und den viele Jahre verwendeten pastelgrünen Zeitungskopf. Christoph Mayer war ab der Nummer 7/2006 sein Nachfolger. Bei der Ausgabe 1/2008 unterstützte ihn erstmals seine Schwester Susi. Von ihr stammt auch der erste A3-Relaunch, der mit der Nummer 4/2008 erschien. Mit der Ausgabe 1/2012 übernahm Siegfried Windisch das Layout. Er zeichnete sich für den nächsten Relaunch verantwortlich, der mit der Ausgabe 3/2012 vorgestellt wurde. Dabei wurde nicht nur das Layout erneuert, sondern auch der Umfang von vier Seiten, in den „regulären“ Ausgaben, auf sechs Seiten erweitert. Um kein loses Blatt zu haben, wurde die Zeitung wie ein „Riesen-Folder“ gefaltet.

Kein Geburtstag ohne  Geschenk. Rechtzeitig zum 50er gestaltete Michael Mittelstaedt ein Register der Alternative. Damit ist dokumentiert, wer und was, wann, wie, wo vorkam. Alles Gute zum Geburtstag! Ad multos annos!

MKV feierte in Villach

MKV-Chargierte am Hauptplatz in VillachDie Pfingsttage standen in Villach ganz im Zeichen katholischer Verbindungsstudenten. Der Mittelschüler Kartellverband (MKV) richtet nach acht Jahren wieder sein Jahrestreffen, den Pennälertag, in Kärnten aus. Es war ein herausragendes Fest.

Drei Tage lang prägten die Mitglieder des MKV und dessen befreundeter Verbände mit ihren bunten Bändern und Mützen das Stadtbild von Villach. Zum siebenten Mal veranstaltete Österreichs größter Studenten- und Absolventenverband einen Pennälertag in Kärnten, nach 1986 zum zweiten Mal in Villach.

Rund 1.500 Teilnehmer haben drei phantastische Tage in Villach verbracht. Die Stadt zeigte sich von ihrer besten Seite. „Das Wetter hat mehr als nur mitgespielt. Es waren drei wunderschöne Tage in der Draustadt, die Lust auf mehr bei unseren Gästen aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz gemacht haben“, zeigte sich Organisator Peter Moser sehr zufrieden.

MKV-Vorsitzender Staatssekretär a. D. Helmut Kukacka zeigte sich von der Stadt ebenfalls begeistert: „Wir danken der Villacher Bevölkerung für die nette Aufnahme in ihrer schönen Stadt. Ich darf mich aber auch bei der ortsansässigen Verbindung „Tauriskia“, sowie dem Landesverband Kärnten des MKV bedanken, die diese Fest so liebevoll organisiert und durchgeführt haben. Wir MKVer werden diese drei Tage noch lange in guter Erinnerung behalten.“

Höhepunkt des Pennälertages war der Pfingstsonntag. Nach dem Festgottesdienst mit Diözesanbischof Alois Schwarz – er ist Mitglied der Klagenfurter MKV Verbindung Babenberg – in der Stadtpfarrkirche, schloss sich der Festumzug durch die Villacher Innenstadt an. Bei der Kundgebung am Rathausplatz betonte der Villacher Stadtrat Peter Weidinger, selbst Mitglied der Tauriskia Villach, das besondere Klima Kärntens, in dem sich drei Kulturkreise überschneiden. Er rief dazu auf, das Gemeinsame zu betonen und nicht das Trennende in den Vordergrund zu stellen.

Am abendlichen Höhepunkt des Pennälertages, dem Festkommers in der Eishalle, hielt Leo Borchardt eine vielbeachtete Festrede zum Thema „Internationale Karriere – trotz österreichischem Bildungssystem?“. Borchardt (geb. 1981) ist der älteste Sohn einer Bauernfamilie aus Wernberg. Der studierte Jurist arbeitet seit 2008 als Rechtsanwalt mit Fokus auf Merger & Acquisitions, Unternehmensfinanzierungen und strategische Transaktionen bei einer führenden Wall-Street Kanzlei in New York.

Im nächsten Jahr wird der Pennälertag in der Stadt Salzburg veranstaltet. Die Villacher haben ihren Nachfolgern dabei die Latte sehr hoch gelegt.

MKV feiert zu Pfingsten in Villach

Kärntner MKV-Verbindungen bei einem Umzug in LinzDie zweitgrößte Stadt Kärntens wird heuer zu Pfingsten ein ganz besonderes Fest beherbergen. Der Mittelschüler Kartellverband (MKV) richtet seinen traditionellen Pennälertag in Villach aus. Die Veranstalter erwarten zu Pfingsten rund 1.500 Teilnehmer.

Der Mittelschüler Kartellverband (MKV) ist mit rund 165 nichtschlagenden, katholischen Mittelschulverbindungen, denen insgesamt 20.000 Mitglieder angehören, Österreichs größter Studentenverband. Einmal im Jahr, zu Pfingsten, treffen sich seine Mitglieder zum sogenannten Pennälertag. Sechs Mal war Kärnten bisher Austragungsort von Pennälertagen. Vier Mal Klagenfurt (1956, 1966, 1976 und 1996), einmal Villach (1986) und einmal Wolfsberg/St. Paul (2006). Zu Pfingsten 2014 ist Kärnten zum siebenten Mal Gastgeber dieses großen Festes, zum zweiten Mal Villach.

„Wir erwarten rund 1.500 Teilnehmer aus allen österreichischen Bundesländern, aber auch aus Deutschland, Italien und der Schweiz“, erklärt der Chef des Organisationskomitees Peter Moser. Wie bei allen bisherigen Kärntner Pennälertagen will man den Besuchern ein besonderes Fest bereiten. „Kärnten ist für zwei Dinge bekannt. Gemütlichkeit und Gesang. Auf beides setzen wir“, erklärt Moser.

Der Pennälertag beginnt am Freitag zu Mittag mit einem Empfang durch Bürgermeister Helmut Manzenreiter. Am Abend begrüßt Landeshauptmann Peter Kaiser die Teilnehmer. Der Samstag steht ganz im Zeichen der Tagungen der MKV-Gremien. Am Sonntag, dem Höhepunkt des Festes, wird Diözesanbischof Alois Schwarz eine Festmesse in der Stadtpfarrkirche zelebrieren, an die sich der Festumzug durch die Innenstadt anschließen wird. Den traditionellen Höhepunkt jedes Pennälertages bildet der Festkommers, der in der Stadthalle abgehalten werden wird. Durch die vielen bunten Uniformen der Chargierten, das sind die Funktionäre, wird die Stadthalle in ein Farbenmeer verwandelt werden. Neben den offiziellen Veranstaltungen gibt es noch ein reichhaltiges Rahmenprogramm wie zum Beispiel ein Kleinfeld-Fußballturnier und einen sogenannten Gesangsconvent, das ist ein gemeinsames Singen.

Im Vorfeld des Pennälertages erschien bereits eine Festschrift, die sich ausführlich mit der Geschichte des Schulstandortes Villach, aber auch mit jener des katholischen Verbindungswesens der Drau-Stadt beschäftigt.

„Wir haben uns zwei Jahre intensiv auf dieses Fest vorbereitet und laden die Villacher Bevölkerung ein, mit uns zu feiern“, erklärt Peter Moser. „Die Buchungslage ist sehr gut. Das Wetter scheint auch mitzuspielen Unsere Gäste können kommen.“

Schweigemarsch gegen Christenverfolgung

CSI Schweigemarsch Graz 2014Rund 150 Menschen beteiligten sich trotz Wind, Regen und Kälte am 7. Mai am Schweigemarsch gegen Christenverfolgung in Graz. Sie machten dabei stumm darauf aufmerksam, dass Christen die am meisten verfolgte Religion der Welt sind.

„Alle fünf Minuten stirbt irgendwo ein Christ auf der Welt für seinen Glauben. Wenn wir unseren Marsch beendet haben sind 15 Christen umgebracht worden“, erklärte Religionssoziologe und OSZE-Vertreter Massimo Introvigne bei einem kurzen Stopp des Schweigemarsches am Eisernen Tor.

Geschätzte 100 Millionen Christen – mache Studien sprechen sogar von einer weit größeren Anzahl – werden weltweit wegen ihres Glaubens diskriminiert, misshandelt, gefoltert, vergewaltigt, eingesperrt, mit dem Tod bedroht oder umgebracht. In über 50 Staaten stehen Christenverfolgungen an der Tagesordnung.

Beim Schweigemarsch durch Graz wurde heuer besonders der über 200 christlichen Mädchen gedacht, die am 14. April von der Islamistischen Terrorgruppe Boko Haram aus einer Schule im Ort Chibok in Nigeria entführt wurden. Terrorchef Abubakar Shekau kündigte Anfang Mai deren Versklavung, Verkauf und Zwangsverheiratung an.

Aber nicht nur in Nigeria leben Christen gefährlich. „Auch in Syrien, Pakistan, Nordkorea und Ägypten, um nur einige Beispiele zu nenne, werden Christen getötet, misshandelt, diskriminiert und verfolgt“, erklärte CSI (Christian Solidarity International)-Generalsekretär Elmar Kuhn.

Der Superintendent der evangelischen Kirche in der Steiermark, Hermann Miklas, sprach sich beim Ökumenischen Gottesdienst im Grazer Dom für die Solidarität mit den verfolgten Christen aus. Er erinnerte aber auch daran, dass auch Christen immer wieder im Lauf der Geschichte andere Religionen verfolgt haben: „Gewalt ist nie eine Lösung. Die liegt allein im Dialog. Beten wir nicht nur für unsere verfolgten Glaubensbrüder, sondern auch für deren Verfolger“, bat er die Gläubigen.

Unter den Teilnehmern des Schweigemarsches waren die Vertreter der Katholischen Studentenverbände MKV, ÖCV und VCS besonders zahlreich vertreten. Mit dabei waren aber auch Vertreter der Initiative Liberaler Muslime in Österreich.

35 Jahre Pfarrball Graz-Graben

Gute Stimmung am Pfarrball 2014Er ist zwar nicht ganz so groß wie die Opernredoute, vielleicht auch nicht ganz so schillernd. Aber auf alle Fälle mindestens gleich lustig. Auch heuer herrschte wieder ausgelassene Stimmung am Ball der Pfarre Graz-Graben.

Seit 1979, also seit 35 Jahren, gibt es den Ball der Grazer Pfarre St. Johann am Graben am letzten Samstag im Jänner. Seit 16 Jahren überschneidet sich der Termin mit der Opernredoute. „Wir sehen unseren Ball nicht als Konkurrenz zur Opernredoute. Beide haben ihren Platz im Ballkalender, und das ist gut so“, erklärt Pfarrgemeinderatsvorsitzender Markus Simmerstatter.

Ein Markenzeichen des Balls ist auf alle Fälle die gute Stimmung. Auch heuer kamen wieder viele Pfarrangehörige in das Grazer Augustinum um eine lustige, stimmungsgeladene und schwungvolle Ballnacht zu erleben. Den Beginn machte eine Kinderpolonaise aus 26 Kinderpaaren. Generell kann die Pfarre über mangelnden Nachwuchs nicht klagen. Sehenswert war auch die Mitternachtseinlage. Wie in den beiden Jahren zuvor legten Pfarrer Markus Madl, er ist seit einem Verkehrsunfall querschnittsgelähmt, und Leo Fischer einen gekonnten Rollstuhltanz auf das Parkett. Unterstützt wurden die beiden dabei von Alexandra Tatter und Edith Steinkellner. Bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen gefeiert und bereits Pläne für den Pfarrball 2015 geschmiedet.