Der Kirche eine Lanze

Am Sonntag wählen Österreichs Katholiken wieder einmal ihre Pfarrgemeinderäte. 3.000 Pfarren gibt es in Österreich, in deren Pfarrgemeinderäten sich etwa 45.000 Menschen engagieren. 30.000 davon werden alle fünf Jahre gewählt, 15.000 gehören Kraft ihres Amtes dem Pfarrgemeinderat an.

Kaum rückt ein kirchliches Ereignis in den medialen Fokus, kommt bei vielen Bildungsbürgern ein Pawlowscher Reflex zum Vorschein. Dann wird geschimpft und beschimpft was das Zeug hält. Und natürlich werden stereotyp alle antikirchlichen Vorurteile bedient. Da werden Hexenprozesse, die Inquisition, die Eroberung Amerikas, Kindesmissbrauch, der Zölibat und die Kirchensteuer als Beweise vorgebracht wie teuflisch, verlogen, geldgierig etc. die katholische Kirche nicht ist. Als beliebte Orte wo man all das äußert, bieten sich alle möglichen Internetforen an, vor allem aber Facebook, Twitter & Co..

Besonders bemerkenswert ist, dass jene, die sich immer vehement gegen Vorurteile und Stereotype aussprechen, Toleranz predigen und sich oft Gedanken um jede noch so kleine Sekte und Gruppen machen und für die großes Verständnis aufbringen, all das bei der katholischen Kirche jedoch nur allzu gerne vergessen. Im Gegenteil. Wer sich heute freudig zur Kirche bekennt, wird von ihnen ganz schnell als ewig gestriger Frömmler, manchmal sogar pauschal als Verteidiger des Kindesmissbrauchs mit homoerotischen Zügen tituliert.

Nicht, dass es in der katholischen Kirche keine schwarzen Flecken gab und gäbe. Natürlich gibt es vieles, das hinterfragenswert, manchmal auch abstoßend, ist. Wo es Missstände gibt gehören sie natürlich abgeschafft und Vorsorge getroffen, dass ähnliches nicht mehr geschieht.

So negativ wie in der veröffentlichten Meinung dargestellt, ist die katholische Kirche aber auch wieder nicht. Im Gegenteil. Es gibt vieles, wo sie hervorragendes leistet. Sie ist, wie Bischof Egon Kapellari einmal bemerkte, „eine Großmacht der Barmherzigkeit“. Unter ihrem Dach kümmert man sich um Flüchtlinge, Arme und Kranke, um Vertriebene, Alleingelassene, Deprimierte und Verzweifelte. Oft sind Priester und Ordensleute jene, die sich als erste um Menschen in unsäglichen Situationen kümmern. Wenn sich Unglücke und Katastrophen ereignet haben, spenden sie als erste Trost. Ohne viel Getöse, meist unbemerkt und unbedankt. Wer einmal miterlebt hat, wie Menschen in verzweifelten Situationen nach einem Gespräch mit einem Priester oder engagiertem Laien erleichtert und getröstet nach Hause geht, der denkt über Kirche anders. Kirche gibt vielen Halt, den sie sonst nirgends mehr bekommen. Sich darüber lustig zu machen gleicht einer Verhöhnung dieser Menschen.

Natürlich geht man in den Pfarren und Diözesen oft auch falsch mit der öffentlichen Meinung um. Es ist weder schick noch sehr gescheit, seine Gläubigen permanent mit Negativem zu konfrontieren, wie das viele Geistliche tun. Das Dauergejammere über fehlende Priester, sinkende Gläubigenzahlen, die weniger werdenden Ministranten, Erstkommunionkinder und Firmlinge, über reine Ritenkonsumierer und Taufscheinkatholiken, ist eher dazu angetan, die verbliebenen Katholiken zu deprimieren als neue in die Kirche zu bringen. Wie soll ich neue Gruppen ansprechen, wenn ich denen, die noch kommen, immer nur schlechtes über mich erzähle. Das wäre ja so, als würde ein Bäcker seinen Kunden immer erzählen, wie schlecht seine Ware ist.

Dabei ist sie das nicht. Priester zu sein ist ein sehr schöner Beruf. Wo sonst ist man bei allen entscheidenden Situationen der Menschen, wie Geburt, Hochzeit oder Tod, mit dabei? Es gilt, die Vorzüge der Kirche herauszustreichen und nicht das Negative. Das Glas ist immer halbvoll oder halbleer. Wir sollten mehr das halbvolle sehen.

Vom Euro profitiert

Ein altes Sprichwort sagt: „Man schlägt den Sack und meint den Esel“. Wer in letzter Zeit Wirtschaftsberichte verfolgt hat, der wird unweigerlich an dieses Sprichwort erinnert. „Der Euro ist an allem schuld.“ Ist er das auch wirklich?

Seit 2002 ist der Euro in den Brieftaschen der Österreicher. Von Anfang war sein Ruf nicht der Beste. „Teuro“ wurde er genannt, weil viele seine Einführung dazu nutzten, ein wenig aufzurunden. Die Kriterien des Euro waren und sind klar und einfach. Nicht mehr als 3 % Neuverschuldung und maximal 60% Staatsverschuldung gemessen am BIP. Soweit die selbst auferlegten Regeln. An die hält sich mit Ausnahme von Finnland und Luxemburg aber mittlerweile niemand mehr. Aber der Reihe nach.

Als der Euro eingeführt wurde, bekam man für ihn 0,89 Dollar. Eine weiche Währung sei er, nichts wert, lautet der erste Vorwurf. Tatsächlich dauerte es mehr als sieben Monate ehe der Euro die 1-Dollar-Grenze überschritt. Danach ging es stetig bergauf. „Der Euro ist viel zu stark. Er gefährdet unsere Exporte“ lautete daher der nächste Vorwurf. Horrorszenarien was nicht alles passieren wird, wenn er die 1,30-, 1,40- gar 1,50-Grenze überschreitet, machten die Runde. Dabei stieg er sogar bis knapp 1,60. Das war Mitte 2008. Seither bewegt er sich meist zwischen 1,30 und 1,50 Dollar. „Er ist nichts wert und eine weiche Währung, war Vorwurf Nummer 3. Betrachtet man den Wert des Euro seit 2002, hat er gegenüber dem Dollar 44,6% gewonnen, und gegenüber dem Pfund 33,2%. Gegenüber dem Yen verlor er etwa 10%, gegenüber dem Franken büßte er 17,7% ein. Von wegen weicher Währung.

Österreich profitiert am Stärksten vom Euro

Unbestritten ist der Wert des Euro für die europäische Volkswirtschaft. „Es gibt kein Euro-Land, das nicht von der Gemeinschaftswährung profitiert hätte“, erklärte unlängst der internationale Unternehmensberater McKinsey und untermauerte diese Feststellung mit einer brandaktuellen Studie. Demnach hat der Wohlstand der 17 Euroländer durch den Euro allein 2010 um insgesamt 332 Milliarden Euro zugenommen. Die gemeinsame Währung hat den Handel intensiviert, zu niedrigeren Zinskosten geführt, den Wegfall von (Umrechnungs)kosten gebracht und zur Absicherung von Währungsrisiken geführt. Dabei ist die Währungsunion kein Nullsummenspiel. „Es gibt nicht auf der einen Seite Gewinner und dafür auf der anderen Seite Verlierer“, erklärt McKinsey Deutschland Chef Eckart Windhagen. „Es profitieren alle. Die einen mehr, die andere weniger.“

Am meisten profitieren Österreich und Deutschland. 7,8% des BIP verdankte Österreich 2010 dem Euro. Damit liegt unser Land vor Finnland (6,7%) und Deutschland (6,4%) am ersten Platz. In der gesamten Euro-Zone gingen 2010 3,6% des BIP auf Kosten der gemeinsamen Währung. In absoluten Zahlen hat Deutschland die Nase vor. 165 der 332 Mrd. Euro Wohlstandszuwachs 2010 entfallen allein auf unseren nördlichen Nachbar. Damit liegen die Deutschen vor Italien (44 Mrd.) und den Niederlanden (37 Mrd.). Österreich liegt mit 22 Mrd. Zuwachs auf Platz 4. Aber nicht nur der „reiche Norden“ gewinnt, auch der Süden. Wenngleich etwas weniger. Griechenland etwa profitierte 2010 nur mit 172 Mio. Euro von der Gemeinschaftswährung. 0,1% des griechischen BIP gingen 2010 auf den Euro zurück. In Italien waren es 2,7%, in Portugal 2,1% und in Spanien und Frankreich je 0,7%.

 Kein Teuro

Der Euro ist auch nur bedingt ein Teuro. Im letzten Jahr betrug die Inflationsrate in Österreich 3,6%. Das ist viel, aber auch wieder nicht. Wenig ist es im Vergleich zu den Vor-EU-Zeiten. Da lag die Inflation deutlich höher als heute. In den 1970er Jahren lag sie im Schnitt bei 6,1%. Einige Jahre stechen besonders hervor. 1974 lag die Inflation bei 9,5%, 1975 waren es 8,4% und 1976 immerhin auch noch 7,3%. Auch in den 1980ern lag die Inflation höher als heute. Im Jahrzehnte-Durchschnitt waren es 3,8 %. Herausreißer waren etwa 1980 (6,4%), 1981 (6,8%) und 1984 (5,6%). Erst in den 1990ern beruhigte sich die Inflationsrate. 2,4% betrug sie im 10-Jahres-Schnitt. Noch besser entwickelte sie sich in den 2000ern, da lag sie bei 2,0%. Wir haben uns offensichtlich an die niedrige Inflationsrate so gewöhnt, dass wir 3,6% als besonders hoch empfinden. Verglichen mit dem EU-Ausland ist es das auch. Im EU-Durchschnitt lag die Inflationsrate 2011 bei 3,1%, in der Eurozone bei 2,7%. Österreich liegt mit seinen 3,6% deutlich darüber und in etwa auf dem Niveau von Bulgarien (3,4%), Belgien (3,5%), Portugal (3,6%), Polen (3,9%), und Ungarn (3,9%). Dass es aber auch viel besser geht beweisen Schweden (1,4%), Deutschland (2,5%), Frankreich (2,3%) Italien (2,9%) und andere. Der Euro ist also nicht überall ein Teuro. Hauptschuld tragen bei uns die hohen Treibstoffpreise. Länder, die weniger vom Öl abhängig sind wie wir, schneiden deutlich besser ab.

Triple A Verlust

Es ist also nicht der Euro in der Krise, die Staaten sind es. Österreich leistet sich den Luxus einer hohen Staatsverschuldung (72,2% des BIP) bei gleichzeitig hoher Steuerquote (42,1%). Anstatt in Infrastruktur, Bildung etc. zu investieren, investieren wir lieber in Zinsrückzahlungen, Frühpensionen und anderes. 2011 wurden weit über 8 Mrd. Euro allein für Zinszahlungen verwendet, 2012 werden es über 9 Milliarden Euro sein. Das entspricht in etwa dem doppelten Landesbudget der Steiermark. Seit Jahren wird gefordert, dass unser Staat effizienter und sparsamer werden soll. Ohne Erfolg. Standard & Poor´s hat dem Rechnung getragen und das Rating Österreichs von Tripe A auf AA+ zurückgenommen. Natürlich kann man den Amerikanern vorwerfen, dass sie z.B. die Risiken in Osteuropa anders sehen als wir, an der hohen Staatsverschuldung und den hohen Verwaltungskosten sind sie aber sicher nicht schuld. Das waren schon wir. Wir haben einfach zu viel ausgegeben.

Constantin Luser in der Raiffeisen-Galerie

Aus allen Nähten platzte die Raiffeisen-Galerie am Grazer Tummelplatz am 23. Jänner. Grund dafür war, dass das Private-Banking der Raiffeisen-Landesbank Steiermark das Kunst-Jahr 2012 mit der Vernissage der Werke von Constantin Luser eröffnete. Als Belohnung für die Bank gab es einen Rekordbesuch.

„Joint Venture“ heißt die aktuelle Ausstellung der Werke von Constantin Luser in der Grazer Raiffeisen-Galerie. Der 1976 in Graz geboren Künstler erhielt seine Ausbildung zunächst an der Fachhochschule Joanneum in Graz wo er Industrial Design Graz studierte. Weitere Stationen waren die Akademie der bildenden Künste und die Universität für Angewandte Kunst in Wien. Seither arbeitet Luser in der Bundeshauptstadt.

Seine Werke sind oft  mit bunten oder schwarzen Finelinern gezeichnet. Er selbst definiert sie „als Buchführungen meines Lebens. Ich selbst bin der Buchhalter.“ Seine Objekte und Installationen haben oft mit Musik zu tun, dabei geht Luser als Künstler einen formal anderen Weg als andere. Er veranlasst den Kunstbesucher sein passives Dasein zu verlassen und sich aktiv, zum Beispiel trompetend oder trommelnd, dem Objekt zu widmen.

Dass Luser trotz junger Jahre auf eine große Fangemeinde zählen kann, das wurde bei der Vernissage in der Raiffeisen-Galerie unter Beweis gestellt. RLB-Generaldirektor Markus Mair und Private Banking Stefan Tschikof konnten sich über einen Rekordandrang an Gästen freuen. Unter den rund 200 Besuchern waren der Bruder des Künstlers, Burgschauspieler Christoph Luser, der zurzeit als Hochroitzpointner in Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“ auf der Bühne steht. Weitere Vernissage-Gäste waren Industriellen-Verband Steiermark Vizepräsident Stefan Stolitzka, Zahnärztin Claudia Mayer-Rieckh, Gemeinderat und Künstlerkollege Martin Titz sowie Architektin Petra Roth-Pracher. „Wir freuen uns, dass wir mit unserer jüngsten Ausstellungen wieder so viele Interessierte erreicht haben“, erklärte Privat-Banking-Chef Stefan Tschikof. „Das zeigt einmal mehr, dass die Raiffeisen-Galerie zu einem Fixpunkt der Kunstszene von Graz geworden ist.“

Die Exponate von Constantin Luser sind noch bis zum 5. März während der Banköffnungszeiten (Montag bis Freitag 8:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr) zu sehen.

Schwungvolle 10. „Akademiker Redoute“

Mit viel jugendlichem Schwung feierte die „Akademiker Redoute“ ihr 10-Jahr-Jubiläum und verwandelte dabei einmal mehr die Aula der „Alten Universität“ in eine der buntesten Ballsäle von Graz.

Seit 2002 veranstalten die katholischen Studentenverbände, allen voran der Cartellverband (CV), die „Akademiker Redoute“. Was vor 10 Jahren begann, hat sich mittlerweile zu einem der schönsten Bälle von Graz entwickelt. „Unsere Redoute hat ein ganz besonderes Flair“, erklärt der Vorsitzende des Steirischen CV, Arno Lerchbaumer. „Das liegt zum einen an den vielen Studentinnen und Studenten die zu unserer Redoute kommen. Durch die vielen bunten Mützen und Bänder verwandeln sie die „Akademiker Redoute“ zu einem der farbenfrohsten Bälle der Stadt.“

Knapp 600 Besucher kamen heuer, um beim 10-Jahres-Jubiläum der Redoute dabei zu sein. Dementsprechend hoch war auch die  Promidichte. Justizministerin Beatrix Karl, Bundesrat Andreas Schnider, der Clubobmann der ÖVP im Kärntner Landtag Stephan Tauschitz, Medizin-Uni Rektor Josef Smolle, und den Bezirkshauptmann von Feldbach Wilhelm Plauder sah man unter den Gästen. Als regelmäßige Redoute-Geher outeten sich aber auch Stadthistoriker Karl A. Kubinzky, „Mr. Murinsel“ Hans Höllwart, der Leiter des Forschungszentrums für Integrales Bauen Mario Müller, Kirchenhistoriker Maximilian Liebmann, Alt RLB-Generaldirektor Georg Doppelhofer und Verfassungsrechtler Klaus Poier. Als Moderatorin führte wieder ORF-Lady Sigrid Maurer durch den Abend.

Natürlich wurde auch wieder ordentlich getanzt. Für die passende Musik im Barocksaal sorgte einmal mehr die Big Band Bad Gleichenberg. „Dancing Äskulap“ Philipp Rieder dirigierte nicht nur die 16 Eröffnungspaare, sondern sorgte auch für den unfallfreien Hergang des tänzerischen Höhepunktes des Abends, der Mitternachtsquadrille. Für flotte Rhythmen mit dem nötigen Mitgrölfaktor sorgte in der Disco Ö3-DJ Eberhard Forcher. Swingiger ging es in der Jazz & Swing Lounge zu, dort brillierte Entertainer Chris Oliver. „Gute Stimmung und viele Besucher. Was kann man sich besseres für die 10. „Akademiker Redoute“ wünschen“, freute sich Ball-Organisator Bernd Lippacher. „Gefällt mir“ wäre die passende Cyber-Antwort.

“Akademiker Redoute“ feiert 10 Jahres Jubiläum

Ein Jubiläum feiert heuer die von den katholischen Studentenverbände der Steiermark unter Federführung des CV (Cartellverbandes) veranstaltete „Akademiker Redoute“. Zum bereits 10. Mal wird dieser schöne Ball am 14. Jänner in Graz veranstaltet. „Es gab im CV schon davor eine lange Balltradition“, erklärt der Vorsitzende des Steirischen CV, Rechtsanwalt Arno Lerchbaumer. „Nachdem die eingeschlafen ist haben wir sie vor 10 Jahren wiederbelebt.“ Mit Erfolg wie sich gezeigt hat. „Jedes Jahr kommen mehr Gäste zu unserer Redoute“, freut sich Ball-Organisator Bernd Lippacher.

Der Grund für diesen Erfolg liegt wohl an den steigenden Mitgliederzahlen, vor allem des CV. Der ist in den letzten Jahren so stark angewachsen, dass in Graz 2009 und 2011 zwei neue Verbindungen gegründet wurden. Eine („Erasmus“) mit spezieller Ausrichtung auf die Fachhochschulen, die andere („Europa-Kopernika“) mit dem Schwerpunkt Medizin-Universität. Die mittlerweile acht steirischen CV-Verbindungen zählen insgesamt knapp 2100 Mitglieder, davon sind 450 Aktive, also Studenten. „Damit ist der CV der größte Studenten- und Akademikerverband im Land“, freut sich Lerchbaumer. Aber nicht nur die Mitgliederzahlen in den traditionell Männern vorbehaltenen CV-Verbindungen boomen, auch die katholischen Damen-Verbindungen werden stetig mehr. In den letzten 12 Jahren wurden allein in der Steiermark vier Damenverbindungen gegründet.

Kein Wunder, dass man bei den katholischen Verbindungen der Steiermark Grund zum Feiern hat. Die heurige 10. Akademiker Redoute in der alten Universität verspricht daher ein ganz besonderes Ereignis zu werden. „Wir haben uns wieder viel vorgenommen“, verrät Bernd Lippacher. „Eröffnungs- und Mitternachtsquadrille sind natürlich wieder Fixpunkte. In der Disco sorgt Ö3-DJ Eberhard Forcher für Schwung und auch eine Jazz & Swing Lounge mit Chris Oliver gibt es. Als Moderatorin konnten wir wieder ORF-Lady Sigrid Maurer gewinnen.“

Fehlen nur noch die Gäste. Unter denen wird, wie gewohnt, die Promi-Dichte wieder hoch sein. Kommt doch zur „Akademiker Redoute“ das „who is who“ der katholischen Verbindungen.

Donauland Zentrismus

Was haben Wien und Kärnten gemeinsam? In beiden Ländern ist die ÖVP ein Minderheitenprogramm. In Kärnten kam sie bei den letzten Landtagswahlen 2009 auf 16,83%, in Wien erreichte sie bei den letztjährigen Gemeinderatswahlen 13,99%. Wer aber glaubt, dass beide Länder damit das gleiche Gewicht in der Bundes-ÖVP haben, der irrt. Während man Kärntner mit der Lupe suchen muss, stellt die Wiener ÖVP mit Sebastian Kurz nicht nur ein Regierungsmitglied, sondern auch den Obmann der Jungen ÖVP.

Damit wäre ich auch schon beim Thema Volkspartei. Die entwickelt sich immer mehr zu einer Donauland-Filiale, in der Oberösterreicher, Niederösterreicher und (mit Einschränkungen) Wiener den Ton angeben. Ein Blick auf die Bünde spricht Bände. Bauernbund und Wirtschaftsbund werden von den Oberösterreichern Jakob Auer und Christoph Leitl geführt, ÖAAB und ÖVP-Frauen von den Niederösterreicherinnen Johanna Mikl-Leitner und Dorothes Schittenhelm, die Junge ÖVP wie berichtet vom Wiener Sebastian Kurz. Einzig der Seniorenbund hat mit Andreas Khol einen Alpenländer, Tiroler, zum Vorsitzenden.

In der Regierung sieht es ganz ähnlich aus. Von neun ÖVP-Regieren stammen zwei aus Oberösterreich (Maria Fekter und Reinhold Mitterlehner), zwei kommen aus Niederösterreich (Michael Spindelegger und Johanna Mikl-Leitner). Aus Wien ist wie erwähnt Sebastian Kurz und, mit Abstrichen, auch Wolfgang Waldner. Der ist zwar gebürtiger Villacher hat aber seit 1973 seinen Lebensmittelpunkt mehr oder minder in Wien.  Je ein Mitglied der Bundesregierung kommt noch aus dem  Burgenland (Nikolaus Berlakovich), Tirol (Karl-Heinz Töchterle) bzw. der Steiermark (Beatrix Karl).

Die steirische ÖVP ist nach dem Ausscheiden von Fritz Grillitsch als Bauernbundpräsident wohl endgültig zum Statisten der Bundes-ÖVP geworden. Ein Regierungsmitglied ist die magere weiß-grüne Ausbeute. Als ob das nicht genug wäre, wird man auch sonst, gemeinsam mit den Kärntnern, bei wichtigen Infrastruktur-Projekten oft alleine gelassen. Der Semmering-Basistunnel wurde nur mit Mühen gegen die eigenen Parteifreunde durchgesetzt, der Koralm-Tunnel wird regelmäßig in Frage gestellt und dass man lieber in die Westbahn investiert ist auch hinlänglich bekannt. Hauptsache an der Donau ist alles in Ordnung. Denn Niederösterreich ist ja eine der großen und wichtigen Regionen in Europa. Vergleichbar mit dem Ruhrgebiet und der Lombardei bzw. der Emilia-Romagna. Die Dominanz des Herrn aus St. Pölten wird allmählich unerträglich.

Dabei stellt sich auch eine grundsätzlich Frage: warum sollte man bei Bundeswahlen als Kärntner oder Steirer noch ÖVP wählen? Wenn doch ganz offensichtlich am Donauland-Wesen die Welt der ÖVP genesen wird? Erstreckt sich die ÖVP etwa nicht auf ganz Österreich? Wer eine Donauland Volkspartei haben will, der soll damit auch auf Bundesebene antreten. Oder reicht das dann doch nicht ganz aus und sind die Stimmen aus der Steiermark und Kärnten, aus Vorarlberg, Tirol, Salzburg und dem Burgenland dann doch wieder willkommen?

RLB Steiermark spendet statt Weihnachtspost

Eine vorweihnachtliche Freude bereitete die Raiffeisen-Landesbank Steiermark der Mosaik GmbH. Mit einem Scheck über 5.000 Euro besuchte Generalsekretär Martin Stotter die in der Grazer Wiener-Straße ansässige Gesellschaft um deren Arbeit für behinderte Menschen zu unterstützen. „Wir haben auch heuer wieder auf einen Großteil unserer Weihnachtspost verzichtet. Das dabei eingesparte Geld spenden wir jedes Jahr an Vereine und Organisationen die sich in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen. Heuer haben wir uns entschlossen die Arbeit von Mosaik zu unterstützen. Denn hier wir tagtäglich großartiges geleistet.“

Die Mosaik GmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft die sich ganz der Betreuung, Beratung und Förderung von Menschen mit Behinderung annimmt. Die Gesellschaft ging 1997 aus der  Steirischen Vereinigung für Menschen mit Behinderung hervor. In 30 Einrichtungen an neun Standorten in der Steiermark werden etwa 1000 Menschen mit Behinderung betreut und begleitet. Vor allem viele behinderte Kinder erfahren bei Mosaik Förderung und Betreuung und finden hier liebevolle Aufnahme, zum Beispiel im Heilpädagogischen Kindergarten oder im Schulheim. „Wir freuen uns sehr über die Spende der Raiffeisen-Landesbank. Damit können wir wieder etliches mehr machen, das sonst nicht möglich wäre“, freuen sich Geschäftsführer Berndt Sussitz und die Leiterin des Heilpädagogischen Kindergarten Marianne Brandmüller.

Schmuckpräsentation in Graz

Dass Graz eine sehr kreative Stadt ist, ist bekannt. Nicht umsonst trägt Graz auch den Titel „City of Design“. Die Kreativität umfasst dabei viele unterschiedliche Bereiche, unter anderem auch das Schmuck-Design. Für das RLB Private-Banking war das Grund genug seine Kunden in das Pachleitner-Flagshipstore nach Liebenau einzuladen und sich dort zeigen zu lassen was man alles aus Gold und Edelsteinen machen kann.

Präsentierten wurden die exklusiven Schmuckstücke natürlich von entsprechenden Models. Sabine Ksela-Pachleitner übernahm die Moderation und bot in gewohnter Weise fachkundige und kompetente Informationen rund um das Thema Schmuck. „Graz ist wirklich eine sehr kreative Stadt und hat mehr zu bieten als viele meinen“, zog RLB Private Banking Chef Stefan Tschikof die Bilanz des Abends.

Die Börse spiegelt nicht die Wirtschaft wieder

Die Zeiten für die Börsen waren schon einmal besser. Der ATX dümpelt bei knapp unter 2000 Punkten herum. Immer wenn man meint er erholt sich, bekommt er wieder einen Dämpfer. So geht es derzeit übrigens allen großen Indices. „Die Börse spiegelt überhaupt nicht die wirtschaftliche Situation wieder. Die Unternehmer sind viel besser als die Stimmung an den Börsen“, betonte RLB-Treasury & Private Banking-Vorstand Arndt Hallmann anlässlich der Privatanleger-Roadshow in Graz.

Eingeladen zur Roadshow haben Börse-Express und Aktien-Forum, um Anlegern Lust auf heimische Aktien zu machen. Zum bereits vierten Mal machte die Roadshow in Graz Station, diesmal präsentierten sich AMAG, Andritz, AT&S, HTI und Sanochemia. Alles Unternehmen, die durch ihre Produkte überzeugen. So ist etwa der Maschinenbauer Andritz in allen Sparten seiner Tätigkeit Weltmarktführer. Der Aluminiumkonzern AMAG beliefert Flugzeugbauer ebenso wie die Automobil- und Skiindustrie.

„Die wirtschaftliche Situation 2011 ist mit der von 2008 nicht vergleichbar“, erklärte Arndt Hallmann. „Die Unternehmen haben insgesamt weniger Schulden, machen Gewinne und die Lager sind nicht ausgelastet. Das war 2008 ganz anders.“ Dennoch gibt es natürlich Probleme. „Die Schuldenkrise muss rasch gelöst werden.“ Den Euro sieht Hallmann als Erfolgsrezept. „Er ist besser als sein Ruf und nicht so schwach wie alle glauben. Er hat gegenüber den meisten Währungen zugelegt, oder in der üblichen Schwankungsbreite etwas verloren. Sieht man vom Schweizer Franken einmal ab.“

Dass die Zeiten für Anleger schon besser waren, betonte auch Börse-Express Chefredakteurin Bettina Schragl. „Anleger sind eine aussterbende Rasse. Die Politik hat sie zu Spekulanten degradiert.“ „Dennoch ist der Kapitalmarkt natürlich wichtig“, betonte auch Ulrike Haidenthaller vom Aktien-Forum. „Der Kapitalmarkt sorgt für die Finanzierung der Unternehmen,  wo sonst sollen sich die Betriebe frisches Geld besorgen, um expandieren zu können?“

Raiffeisen Steiermark Spartage 2011: Sparen nach wie vor sehr beliebt

Ganz im Zeichen von Euro-Rettungsschirm und Staatsschuldenkrise stand der heurige Weltspartag. Das Resümee von Raiffeisen Steiermark fällt dennoch positiv aus: Sparen liegt voll im Trend. Die Menschen setzen auf sichere Veranlagungsformen.

In drei Raiffeisen Spartagen am 27., 28. und 31. Oktober haben die steirischen Raiffeisenbanken ihren Kunden wieder viel geboten. Belohnt wurden die Raiffeisenbanken mit dem Besuch von knapp 200.000 Steirerinnen und Steirer. „Das entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahres“, erklärt Raiffeisen-Landesbank Generaldirektor Markus Mair. Star der drei Tage war wieder einmal das gute alte Sparbuch. „Unsere Kunden haben ca. 200 Millionen Euro eingezahlt, das ist um rund 2% mehr als im Vorjahr“, betont Mair.

Raiffeisen Steiermark ist im Bereich Sparen in der Steiermark Marktführer. Auf  den rund  1,1 Millionen Sparbücher die Raiffeisen Steiermark betreut liegen in etwa 9 Milliarden Euro. „Das Thema Sparen ist für Raiffeisen Steiermark ein ganz wichtiges. Als starke Regionalbanken refinanzieren sich die steirischen Raiffeisenbanken zum überwiegenden Teil aus den Sparguthaben. Wir sind klassischen Kundenbanken in denen Spargelder in Kredite transferiert werden. Das ist die ureigenste Aufgabe einer Bank“, erklärt Markus Mair. „Da hat der Weltspartag natürlich einen besonderen Stellenwert.

Kein Wunder also, dass sich die steirischen Raiffeisenbanken Jahr für Jahr sehr gewissenhaft auf den Weltspartag vorbereiten und sich für ihre Spartage einiges einfallen lassen. Den Auftakt für die RLB zelebrierte einmal mehr das Private Banking. Auch heuer startete man wieder mit einer Vernissage in die Sparwoche. Unter dem Titel „Zeit ohne Zeit“ stellt noch bis 18.November der langjährige Direktor der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, Oswald Oberhuber, seine Werke in der Raiffeisen-Galerie am Grazer Tummelplatz aus.

Zum bereits fünften Mal gab es auch heuer wieder bei Raiffeisen Steiermark „die lange Nacht des Sparens“. Am 27.Oktober hatten die Raiffeisenbanken bis 20 Uhr geöffnet und boten ihren Kunden jede Menge Aktivität. Da gab es Weinverkostungen, Jazz-Musik, Harmonikaspieler und vieles mehr.

Am 28. Oktober konnte man in Graz Raiffeisen vor Raiffeisen sehen. Gemeint ist damit die Raiffeisen-Straßenbahn die am Nachmittag vor der Raiffeisenbank im Steirerhof Station machte und in der vor allem die Kinder ihre Geschenke bekamen.

Apropos Geschenke. „Die gehören natürlich zu den Spartagen dazu“, betont Generaldirektor Mair. „Vor allem für die Kinder sind sie eine ganz wichtige Sache. Wir schauen bei Raiffeisen bei den Geschenken sehr darauf, wann immer es geht, bei heimischen Produzenten zu kaufen. In der RLB gab es für Erwachsene wieder Allerheiligenstriezel, steirische Äpfel und heimischen Wein.“

Höhepunkt der Spartage ist natürlich der eigentliche Weltspartag am 31. Oktober. Er wird in Österreich seit 1925 gefeiert. Viele Banken nutzen diesen Tag um ihre Partner und Kunden zu bewirten.  In der RLB gab es heuer ein kleines Jubiläum. Seit 1981 gibt es an diesem Tag das traditionelle Weißwurst-Essen. „Wir bieten seit 30 Jahren ganz bewusst keine sich biegenden Buffets, sondern einen eher einfachen kulinarischen Genuss“, erklärt Generaldirektor Markus Mair. Der Erfolg gibt dem Raiffeisen-General Recht. Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Medien haben sich heuer an seinen Weißwürsten erfreut.